Der zahme Osten und der Wilde (Nord)-Westen

23 02 2010

Mit einem kleinen Kite-Schimmer am Horizont rauf in die Bay of Islands. Es blieb bei dem Schimmer, und wir mehr im Auto und auf Campingplätzen. Und als Reisende natürlich auch immer auf öffentlichen Klosetts, aber bitte nur in welchen von „Frederick“ Hundertwasser. Weiter nach Westen, durch Kauri-Wälder und Inlets, und natürlich viiiiieeeel Grün mit weissen Tupfern, das ist Kiwiland! Wenn man sich jetzt nicht stören lässt von den vielen Holländern und Deutschen, die da mittlerweile sind, und schön beim Fahren Schafe zählt, dann ist Kiwiland wieder so wie vor 9 Jahren, ok, a bissal stärker kommerzialisiert und geregelt, aber immer noch pure NZ.
Und es ist auch ein super Sprungbrett zu den „Cookkies“ 🙂



19km und 1000hm, alles Vulkan

20 02 2010

Wir ham noch immer nicht, noch immer nicht genug von Vulkanen, daher sind wir – wie bereits vor 9 Jahren – im Frühtau zu Berge gezogen und 7 Stunden durch den Tongariro durch. Wandern ist hier durch die mittlerweile vorgenommene Wegplanierung und Verstufisierung out, so festgestellt, als wir von einer Gruppe Bergläufern überholt wurden. Wir fröhnten Hang-Loose-mässig unser Wetter-Glück. Mensch hat Stefan sich vor dem Abstieg nach am Weissbier gesehnt, aber des haben die da oben nicht. Und die Sanny hätte so gerne einen Zwetschgen-Datschi gehabt… Wie als ob der Mensch sich bloss vom Wandern ernaehrt 🙂



Die Kiwis und die Kiwis

15 02 2010

Angekommen am süd-westlichen Rand vom Ring of Fire haben wir uns -nachdem wir gerade noch spontan ein überteuertes Mietauto bekommen haben (so viele Touris?!) erstmal in der City of Sails die Spielzeuge der Aucklander angeschaut, die der Stadt den Namen geben. Ein Stückchen Heimat war auch dabei, Bayern is hoid doch uebaroi. Dann haben wir uns das angeschaut, mit was die Kiwis ihr Geld machen, und wo sie Ihren Namen her haben – abgesehen natürlich von dem flugunfähigen Vogel. Das ernüchternde daran war jedoch, das in jedem Supermarkt Kiwis aus Italien verkauft werden, mann oh mann, die Kiwis. Der Liqueur schmeckt jedenfalls hervorragend, die Hersteller sind übrigens Deutsche (die alten Saufkepf, Kernkompetenz halt).



Think Big

12 02 2010

Rauf auf die Grosse (Insel) im grossen Blau, und die is Dickmann, besteht Big Island doch aus dem hoechsten Berg der Welt – vom Meeresboden aus gerechnet. Am zweiten Tag fuehlten wir uns auf dem Weg an der West Coast entlang wie in Oberbayern, waere da nicht hin und wieder das grosse Blaue. Am Abend gings mit unserem Chevy rauf auf den Mauna Kea. Voller Tatendrang hat uns sogleich die Civil Police aufgehalten nach einem klassischen Stefan Ueberholmaneuver (Doppelt-durchgezogene Linien, enge Strasse, ca 20mph zu schnell). Leider gibt es von dem Polypen, nein Bullen, nein Sheriff, wie auch immer kein Foto, schade, bei der aloha-maessigen Verwarnung, die er gnadenhalber erteilte. Glueck gehabt, wir dachten das war ein langsamer Touri auf der Strasse 🙁 danach mit selbigen Tatendrang weiter, aber langsamer, die letzten Hoehen-Meilen kam eh Schotterpiste 🙂 Unser Chevy hats gepackt, auch ohne 4WD – da war er stolz, so alleine mit 2 Rad Antrieb unter den ganzen 4-Rad-Antrieb-Posern 🙂 Uns wars bald zu kalt, aber unser kloans Stoamanderl haelt hoffentlich noch lange die Stellung. Nach einer Nacht im Auto kamen wir nach Hilo und damit zum Mauna Loa Vulkan. Der schlief leider – oder Gottseidank – stoppte vor 6 Woechen mit dem Lavafluss ins Meer…
Und nach langem Ueberlegen, wie wir den Lavastroemen naeher kommen (von Nachtwanderungen und heimlichen Annaeherungsversuchen…) blieb uns nur der Luftweg, um die Lava und Jacks Haus zu sehen… Aber natuerlich nicht, wie jeder normale Mensch das machen wuerde mit einem normalen Heli – nein, wenn schon denn schon mit „doors off – feel the heat“

…Der Alte meint immer noch, dass sein Haus auch die 4. Eruption ueberlebt. Abgesehen davon wird es langsam echt anstrengend fuer ihn, das Minimum um hinzukommen sind 2 Stunden Hiking. 😉 Gigantisch, neues Land wird geschaffen, und die Grosse wird noch Dicker, aber die naechste Insel steht im Suedosten vor Big Island schon in den Startloechern. Auf die Plaetze, fertig und in 100.000 Jahren gibts ne neue Insel. Spannend, aber es blieb trotzdem noch Zeit zum Hang Loose und Tennis spielen 🙂 Es sind nur 9 Stunden mit der Air NZ vom Zentrum an den Rand des Ring-of-Fire zu den Kiwis. ALOHA und KIA ORA!



Maui Vol. 2

4 02 2010

feat. Maui und die Kuestenstrassen.
Wuermchen und Kein-Ohr-Hase auf den Black Rocks und natuerlich die Strassen, die die Autovermieter nicht in der Versicherung mit drin haben (sind ja meistens doch die Schoensten 🙂 ) Erstmal an die West Coast, wo Hawaii eher aussieht wie Schottland, oder Oberbayern, oder Neuseeland – mit all den Cattle Ranches. Mangels Kite-Wind haben wir am naechsten Tag die „windy“ Road to Hana nochmal in Angriff genommen, diesesmal mit frueherem Aufstehen, mehr Benzin, mehr Ausdauer und Brotzeit im Gepaeck. Gruen, Gruener, am Gruensten, bis die Lavafelder auftauchen.
Am naechsten Tag gabs wieder Kite-Wind aus Nord – platt auflandig, was es doch etwas schwerer machte fuer uns nicht Anwind-Profis. Uebung macht den Meister 🙂 Am Abend die (fast) taegliche Portion Tennis auf dem hauseigenen Court, 6-4 fuer Stefan, der Seitenwind hat mitgeholfen. Die Revanche laesst sicher nicht lange auf sich warten. 18:00 Uhr mit drei gruenen Freunden aus Holland (alles Flaschen) auf zum Strand, den Tag aus der Pflicht begleiten, mit wehenden Palmen und freien Gedanken.
Proxima Estacion: Big Island.